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Entstehungsgeschichte Teil V

Und weiter geht es. Nach einer lange andauernden Erholungsphase und vielen Zwischenlösungen habe ich endlich eine Lösung für unsere Deckenabdunlung gefunden.

Der Grund einer Deckenabdunkelung liegt für ein Heimkino auf der Hand. Verbesserung des Kontrastverhaltens und einfach ein mehr an Kino Feeling. Nur müssen die Lösungen in einem Wohnzimmer Kino auch Wohnraumtauglich sein. Unser erster Ansatz mit Vorhangschienen und einer variablen Lösung mittels dunklem Stoff war zwar eine Lösung, aber eben nicht DIE Lösung. Zuerst dachten wir, wir nutzten das Prinzip auf - zu. Es stellte sich dann aber schnell heraus, dass es einfach zu unpraktisch war. Wir hatten nicht die Lust den Vorhang aufwändig zusammen zu schieben um ihn dann ein paar Tage später wieder vorzuschieben. Ausserdem war es ziemlich schlecht gelöst. Man brauchte immer einen Stuhl zur Hilfe. 

 

Die Folge davon war, der Vorhang hing immer an der Decke und wurde so zum großen Staubfänger. Abgesehen davon war er nicht wirklich wohnraumtauglich. Es musste also eine endgültige und wenig aufwändige Lösung her.

 

Der erste Schritt dazu war der Abbau der kompletten Anlage. Wir nutzten die Gelegenheit um dann gleich mal das ganze Wohnzimmer in Angriff zu nehmen. Was nicht schaden kann, denn der letzte Anstrich war ziemlich genau fünf Jahre her. Also Vorhang runter, komplettes leeräumen des Wohnzimmers, Decke und Ränder streichen. Das war der Erste Teil.

Im Anschluss daran machten wir uns dann an die Unterkonstruktion. Der Plan war, eine Zwischendecke mit indirekter Beleuchtung einzubauen. Da wir eine plane Decke beseitzen mussten wir uns um die Unterkonstruktion keine großatigen Gedanken machen. Eine einfache 2,4 x 3 cm Holzlattung reicht uns dazu aus. Durch die Doppellattung konnten wir die notwendige Verkabelung problemlos verlegen. Mit einem Sichtabstand von 4,8 cm blieb auch noch genügend Platz für die Beleuchtung und er war ausreichend gering um nicht von unten zu tief in die Konstruktion blicken zu können. Um sicher zu gehen, dass man die Holzkonstruktion nicht einsehen kann, haben wir einen weißes Packstyropor in einen langen 4,9 cm breiten Streifen geschnitten. Dieser wurde dann mit U-Hacken an denen später die Lichtschlange (weiß) mit Kabelbinder befestigt wurden, fixiert.
Für die Beleuchtung haben wir uns eine 10m lange Lichtschlange und den passenden Travo in einem Baumarkt gekauft. wie oben beschrieben wurde dieser mit der Holzkonstruktion noch vor den Rigips Platten montiert. Die Kabelbinder fixierten den Schlauch, so dass dieser bei der Platten Montage nicht störte. Den Anschluss und den Travo haben wir an die hintere linke Kante verlegt, so dass man zu Wartungszwecken jederzeit an die Anschlüsse herankommt.
Für die eigentliche Decke entschieden wir uns für den Klassiker Rigips in der 9,5 mm (60 x 250) starken Ausführung. Wir konnten zum Glück ohne großem Verschnitt (nur einmal eine Platte teilen) arbeiten. Das einzige was wirklich aufwändig an der Konstruktion war, war das vergipsen der Fugen und das planschleifen. So ganz hundert Prozentig habe ich es auch nicht hinbekommen. Die Übergeänge sind noch erkennbar. Beim nächsten Renovierungs Durchgang wird hier noch mals nachgearbeitet.
Als Farbe haben wir uns für ein modernes mattes dunkel Braun entschieden. Das sieht bei Tageslicht wohnlich und warm aus und bei Dunkelheit wirkt es fast wie Schwarz und spiegelt nicht.
Das war es dann auch schon wieder. Nach 3 Tagen konnten wir unser Kino wieder in Betrieb nehmen. Angenehmer Nebeneffekt ist, die Raumakkustik wurde durch die Zwischendecke positiv beinflusst. Das was vorher den Klang etwas dumpf klingen lies, hellte diesen jetzt - ohne übertrieben zu wirken - wieder auf. Die Mitten und Höhen sind jetzt angenehmer und die kritischen  40 Hz Frequenzen sind zwar noch nicht ganz ausgebügelt aber zumindest feiner abstimmbar und somit auch weniger störend.

 

 

HK Decke Teil 1
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