|
|
| Den Wunsch, einen besonderen Urlaub zu verbringen, haben wir in die Tat umgesetzt. Ein besonderes Ziel sollte es sein, alle unsere Bedürfnisse - Familienfreundlich, Tauchen, Baden, warmes Meerwasser, Sonne pur - sollten erfüllt werden. Auf den langen virtuellen Reisen entschied letztendlich der Zufall dass wir uns für Curacao entschieden haben. Viel wussten wir über die Insel nicht. Aber das sollte sich noch ändern.
 | | | | Unsere 18 stündige Anreise gestaltete sich nach vielen Überlegungen wie das wohl mit unseren Kindern so ablaufen würde, extrem unkompliziert. Für den ersten Brückenflug nach Amsterdam mussten wir um 4:30 von zu Hause aufbrechen. Aber so einfach ist das gar nicht, wenn in der Nacht ein totaler Stromausfall alle Wecker im Haus lahm legt. Meine innere Uhr hat mich dann aber doch rechtzeitig geweckt. Der einzige Stress den wir hatten war in den wenigen uns zur Verfügung steheenden Minuten den Fehler im Stromsystem unseres Hauses zu finden und zu eleminieren. Kurz um wir schafften es und mit ein paar Minuten Verspätung fuhren wir in Richtung Flughafen los. Eingecheckt hatten wir Online und so war die Abfertingung auch kein Drama mehr. Fast Pünktlich ging es dann auch schon Richtung Amsterdam los. Auf dem kurzen zweistündigen Flug waren wir alle erstaunt wie wenig Ruhe man hat. Zuerst die Getränke, dann abräumen, dann das Frühstück, vorab die online vorab bestellen Kinderüberschungen, dann abräumen, dann wieder Getränke und so weiter und so weiter. Bis wir uns umgeschaut hatten war die Zeit verschwunden und wir landeten wohlbehalten in Amsterdam irgendwo auf dem Rollfelde. Von dort aus ging es mit dem Bus zum Flughafenm, in dem wir uns nun für 4 Stunden Zwischenaufenthalt irgendwie beschäftigen mussten. Was zum Glück kein Problem darstellte. Der Flughafen hatte genügend Möglichkeiten zum Shoppen und zum Essen. So verbrachten wir die meiste Zeit damit, in alle Läden reinzuschauen und rumzustöbern. Ein bischen Essen im MC natürlich auch noch. So verging dann auch der Zwischenaufenthalt und wir konnten endlich für unseren nächste und letzte Etappe in den Direktflug nach Curacao - Willemstad an Board gehen - Fensterplätze garantiert. Die vor uns leigenden 10,5 Stunden Flug sollten sich als kurzweilig und relativ bequem herausstellen. Beim Hinflug habe ich den Kinderdienst übernommen. Wir nahmen uns also die Fensterreihe und ich den Gangplatz. Adelindis hatte Glück bei einer drei-drei-drei Sitzverteilung hatte sie im Mittelgang keinen direkten Sitznachbar. Auch auf diesem Flug sind wir kaum zur Ruhe gekommen. Essen, trinken, abräumen, Fernsehen, trinken, Essen, Abräumen usw. Zwischendurch dann etwas vor sich hin dösen und die Kinofilme in einem viel zu kleinen und schlechten 4:3 TV über sich ergehen lassen. Der einzige Vorteil - alle Filme waren auf Englisch und so konnte man schon mal sich an die Sprache der nächsten 16 Tage gewöhnen. Stefan schlief dann auch rechtzeitig beim Vorspann für Spiderman 3 ein und wachte beim Abspann wieder auf. Laura hörte die ganze Zeit ihre neuen Hörbücher und schlief ab und zu mal für ein paar Stunden ein. So gesehen war der Hinflug ein Klax und wir landeten pünklich am frühen Spätnachmittag auf Curacao - International Airport. |
Anreise
| | Und da waren wir also im Paradis, in der Karibik auf einer der ABC Inseln, die nicht mal 80 km langen und maximal 20km breit ist. Als wir aus dem gut gekühlten Flugzeug ausstiegen, um über eine kleine Brücke in den Airport Bereich zur Passkontrolle und zur Abgabe der Einreisedokumente (werden vorab im Flugzeug verteilt und sollten dort sorgfältig ausgefüllt werden) gingen, traf es uns wie eine Wand. 30 Grad oder waren es 35. Auf der Brücke atmeten wir dann erst mal tief durch und hatten einen wunderbaren Blick auf das Meer. Der Flughafen ist klein und fein. Trotzdem brauchte es seine Zeit bis all die Dokumente und Pässe kontrolliert wurden und wir zur Kofferausgabe gehen durften. Nach einer kurzen Zeit des Wartens - kurz erhält auf Curacao eine neue Dimension - hatten wir dann auch all unsere Koffer und Tauchtaschen wieder. Die nächste spannende Frage war dann auch gleich gelöst. Uns erwartet schon ein netter Mann (Namen habe ich leider vergessen) mit einem fast neuen Kia Sportage um uns quer durch die ganze Insel zu unserem Appartment zu bringen. Wir hatten das Aranchos mit Tauchpaket Unlimited incl. Mietauto gebucht. Die Spannung wie die Unterkunft ist stieg von Kilometer zu Kilometer. Die Kinder und wir waren trotzt des langen Fluges erstaunlich ausgeruht und genossen die Fahrt. Viel gab es nicht zu sehen. Es schien so als ob das ganze Land entweder aus einsamen Häusern, Steinwüste und Stachelgestrüp besteht. Die Häuser machten auch nicht gerade den gepflegesten Eindruck. Ab und zu kam man dann durch kleinere Ortschaften deren Charakter einfach war. Die Leute machten jedoch einen sehr freundlichen Eindruck. Man winkte sich zu und ab und an hupte unser Fahrer um einen Bekannten zu grüßen. Mangels der englischer Sprachkenntnisse unseres Fahrers, konnten wir uns leider nicht wirklich sinnvoll unterhalten. |
Anreise
| | Und dann die große scheinbare Enttäuschung. Im Aranchos angekommen wurden wir wirklich sehr nett begrüßt. Im nun perfekten Englisch wurden wir in die Lebensweise der ABC Inseln eingewiesen. Wir bekamn viele hilfreiche Hinweise die sich später allesamt bestätigten. Das Mietauto war auch bereits vor Ort und nach der Hinterlegung der Kaution (geht per Kreditkarte) erhielten wir dann einen Vollgetankten tiefergelegten L200. Was für eine Freude, da wir nicht genau wussten was für einen Wagen man uns zur Verfügng stellte war die Freude einen guten alten Bekannten mit vie Rädern für die nächsten sechzehn Tage fahren zu dürfen, natürlich riesig. Er hatte auf unseren Tauchplatzsuchen wirklich gute Dienste geleistet. Über die Endreinigung braucht man sich keine Sorgen zu machen. Dazu muss man nur nach Wilhemstad in die Haupstadt fahren. Dort bieten, wirklich teilweise erbärmlich aussehnde Gestalten, einen Autowaschservice für 10 Niederländische-Antillen-Gulden an und man findet den Wagen in einem Top Zustand wieder. Übrigens die Sprache Papiamentu ist die Landessprache. Es ist eine Kreolsprache mit spanischen, portogisischen, holländischen und englischen Elemente - Bon Bini (Willkommen). Zurück zur Unterkunft. Die Kinder freuten sich riesig einen Pool - klein aber echt schön angelegt! - und was sich später noch herausstellte ein Pool scheinbar nur für uns :-). Lag vielleicht auch an den Zeiten (ab 22:00 Uhr) wo die Kinder zum Pool wollten. An der Anlage direkt angeschlossen befand sich ein Restaurant/Bar. Uns wurde gesagt es sei eines der Besten auf der Insel, was sich auch bestätigte. Nach der Freude über die scheinbar ideale Unterkunft, o.k. ein kleiner Nachteil war dabei, der nächste Strand war 5 Minuten Fussmarsch weg und direkten Meerblick hatte man auch nicht, was uns sicherlich egal gewesen wäre, kam der Schock. Uns wurde mitgeteilt, dass wir in einem anderen Haus untergebracht werden sollen. Da scheint es ein kleines Missverständis bei der Buchung gegeben zu haben. Die Kinder waren erstmal richtig sauer - kein Pool und ein anderes Haus kam erstmal nicht in Frage. Ein paar Minuten später hatten wir dann alle Koffer auf unseren Pickup geladen und sind mit schweigenden, und jetzt dann doch, völlig übermüdeten Kindern hinterher gefahren. |
Unterkunft
| | Bilder sagen mehr als Worte. Von diesem Tag an brauchten wir den Pool nur noch zu später Abendstunde wenn wir Lust darauf hatten. Er war ja nur 5 Minuten mit dem Auto entfernt. |
| Kommen wir zu den wesentlichen Dingen die einem an einem Karibik Urlaub erinnern und auch nicht mehr vergessen lassen. Die Strände. Den Afang macht Sabana Westpunt Hier haben wir auch unser herrliches Blue View Appartment mit eigenem Hausstrand bezogen. Die ganze obere Etage war für die nächsten 14 Tage unser Domizil und Ausgangspunkt. Da wir Tauchen unlimited gebucht hatten, haben wir uns jeden Tag mit den entsprechenden Flaschen ausrüsten können um 2 Tauchgänge pro Tag absolvieren zu können. Ich musste noch meine Tauchschein machen. Was dank Harrald kein Problem darstellte und wir so auch die herrlichsten Stellen entdecken konnten. Der große Vorteil von Curacao ist der, dass man wirklich herrliche Hausriffe direkt vom Strand aus erreichen kann. Unsere beiden Kinder konnten so die 1 -2 Stunden Abwesenheit der Eltern verkraften. Unsere beiden waren sowieso kaum aus dem Wasser zu bekommen. Sie nutzten die Zeit dann an den Strand Bars Burger, Cola und Pommes zu verdrücken oder eine Schnorchelrunde einzulegen. Unser Hausstrand (Playa Forti) bot unter der Woche eine wundervolle Einsamkeit, einen Klippensprung (geschätzte 13m) eine ausser den vielen farbenprächtigen Fischen noch ein paar wunderschöne Muränen (etwas größere Exemplare) und ein Wasserschildkröten Pärchen das wir immer wieder antrafen. Am Wochenende war dann Schluss mit der Ruhe. Wir wurden mit unserem Haus zum Foto Objekt vieler. Ein Stück weiter Westlich gelegen (keine 10 Minuten mit dem Auto) ist unterhalb eines 4 Sterne Ressorts der Playa Kalki, an dem es übrigens die besten Burger auf der Insel gibt. Der Playa Kalki glänzt mit einem kleinen schmalen Korallenstrand den man über eine Steintreppe vom oben liegenden Parkplatz gut erreichen kann. Auf der linken Seite ist eine Tauchschule untergebracht und auf der rechten der Strand und die Bar. Am Strand selbst stehen ein paar Liegen mit Sonnenschirmen, welche den Gästen des darüber liegenden Ressorts vorenthalten sind. Der Strand selbst ist wenig frequentiert. Vormittags ist hier die beste Tauchzeit mit dem klareren Wasser. Am Nachmittag setzt die Strömung ein, die über die Wata Mula in die Bucht drückt. Das Hausriff selbst liegt etwa 300m von der Küste entfernt und kann sehr gut schwimmend erreicht werden. Hier haben wir neben großen Fischschwärmen beim Schnorcheln einen wunderschönen Delphin Rochen beobachten können. Das Riff ist nicht ganz so steil Abfallend und mit schönem Korallen bewachsen. Weiter geht es dann zum Varsenbai oder auch Polizeistrand genannt. Oberhalb es Strandes auf der rechten Seite bei der Anfahrt vor dem Parkplatz liegt ein altern Schießstand. Am Strand selbst, der meist nur von Tauchern besucht ist ist eine nette Bar und ein Tauchschule (nur nach Tel. Anmeldung). Der Strand zeichnet sich dadurch aus, ass es der einzige ist, an dem bestimmtes Gras wächst, das die Wasserschildkröten besonders gerne mögen. Die Zonen liegen auf der linken Seite und sind auch für Schnorchler sehr gut zugänglich. Unsere Kinder konnten es problemlos mit uns erreichen. Das Riff liegt dann etwa 100 - 150m vom Strand entfernt und bietet eine vielzahl von herrlichen Fischarten, Korallen und Schwämmen. Ich möchte Varsenbai besonders gerne, da man hier nie auf viele Menschen trifft und meist unter sich bleibt. Ich persönlich entschloss mich hier meinen Tauchschein zu machen. Auch der Blick auf die rechte Seite der Bucht mit dem fast im Wasser stehenden Haus ist sehenswert. | 
| | | | | |
|
|