Meine kleine Welt

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Reisetagebuch 7 Wochen Italien
 
Es war kurz vor der knapp. Ein lang gehegter Traum von uns einen "längeren" Urlaub zu genießen wurde war. Unsere Tochter stand kurz vor der Einschulung und da packten wir unsere letzte Chance, mehrere Wochen außerhalb der Ferienzeiten Urlaub zu machen. Der Weg sollte uns an der Küste entlang nach Sizilien bringen aber lassen Sie sich von unserer Tochter Laura über die Reise erzählen.
 

Tag1 - Freitag 10.05.2002
Nach einem schönen Tag bei der Oma mit Traktorfahren, Speicher kramen und Fernsehen während meine Eltern alles gepackt haben sind wir um 22:00 Uhr endlich losgefahren. Wie lange kann ich nicht mehr sagen, da ich schnell eingeschlafen bin. 

 

 

Tag 2 - Samstag 11.05.2002
Mein Bruder Stefan und ich haben eine neue Maltafel und eine Ariell Kassette bekommen, damit uns bei der langen Autofahrt nicht langweilig wird. Mama und Papa sind die ganze Nacht durchgefahren und ich habe die Berge verschlafen. Woran ich das merke... an unserer ersten Pause am Meer in Gabice Mare. Oh wie ich es liebe. Leider hat es geregnet und keine Pizzeria hatte offen. Die waren anscheinend alle damit beschäftigt sich für die Saison vorzubreiten und verlegten Holzplatten, damit die Hotel Touristen auch ohne Sand an den Füßen ins Meer zum baden gehen können. Nicht das Ihr mich falsch versteht, ich bin selber gerne in Hotels aber muss man die Strände unbedingt mit Holzplatten und Sonnenschirmreihen so voll pflastern, dass schon fast keine Sandburgen mehr bauen kann.  

 

Tag 3 - Sonntag 12.05.2002
Heute ist Muttertag an einer Raststätte. Nach langer Autofahrt konnten wir leider nur volle Hafenstädte mit Industriestränden finden. Wir sind dann zu einer großen Grotte (Grotte Castellana) gefahren und hineinspaziert. Auf der Fahrt zur Grotte mussten wir mitten auf der Autobahn wegen eines Gewitterschauers stehen bleiben. So viel Wasser von oben unten und ich weis nicht sonst woher, habe ich noch nie gesehen. Zum Glück hat sich Papa unter eine Brücke gestellt. Doch die Grotte war es wirklich wert. Zum Glück war es noch nicht Hochsaison die haben alles so hergerichtet als ob die eine Millionen Leute verkraften könnten. Lächerlich wir waren gerade mal zu sechst. Leider haben wir nur eine Führung auf Italienisch mitbekommen aber das wesentliche konnten wir in einem Prospekt nachlesen. Beim weiterfahren hatte ich dann plötzlich keine Lust mehr. Ich wollte ohne meine Eltern in Castellana bleiben. Irgendwer würde mich dann schon finden und mir zu Essen und Trinken geben? Ob ich mich da nicht täusche? Nach kurzem überlegen und Tränen entschied ich mich dann doch bei meinen Eltern und meinem Bruder zu bleiben. Welch ein Glück, denn sonst hätte ich ganz viele schöne Dinge nicht miterleben können. Im Auto bin ich dann auch sofort eingeschlafen.

 
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Tag 4 - Montag 13.05.2003
Guten Morgen Laster. Das waren die ersten Worte des Tages. Stefan ist ganz verrückt nach Lastwagen und da wir auf einem Autobahnparkplatz übernachtet hatten, wer es eben ein Laster, den Stefan zuerst gesehen hatte und so wurde ich geweckt. Wir sind dann bis zum Cap Colonnia gefahren und haben wunderschöne Blumensträuße gepflückt. Ein herrliches Bild, wenn die Blumen fast bis ins Meer hinein wachsen. Und auf alten Mauern sind wir auch noch herumgeklettert. Na zugegeben das waren unsere ersten aber ein Versuch war es schon wert. Hinter dem Leuchtturm haben wir dann noch eine Ölbohranlagen entdeckt. Es war schon schwer Stefan wieder davon wegzubekommen. Aber nachdem wir ihn versprochen haben noch an einen Sandstrand zu fahren war das auch kein Problem mehr. Und was für ein Sandstrand das war. Kilometerlang, wunderschön und Menschenleer. Uns hat es auf anhieb so gut gefallen, dass wir uns entschlossen hier zu übernachten und Morgen weiterzufahren. 

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Tag 5 - Dienstag 14.05.2003
Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Kalabrien. Es war schon erstaunlich wie sich hier die Gegensätze zeigen. Vom einsamen Strand in eine saftig grüne "Voralpenlandschaft". An einem riesigen Stausee haben wir dann Pause gemacht und sind ein wenig spazieren gegangen. Hier sieh es wirklich aus wie in Bayern oder am Gardasee. Der Stausee hatte für diese Jahreszeit erstaunlich wenig Wasser. Wenn ich darüber nachdenke, dass es jetzt erst Frühling ist und der heiße Sommer noch kommt, verstehe ich warum im Süden Wasserknappheit herrscht. Ich habe hier auch ein wunderschönes Eidechsenpaar entdeckt. Ich glaube eines war Schwanger, die hatte so einen dicken Bauch.  

 

Nach der langen Pause und einer kurzen Brotzeit hieß es auf nach Sizilien. Wir wollten es Heute noch schaffen. Nach einer kurzen Überfahrt von einer Stunde mit einer Fähre sind wir am Abend auf Sizilien angekommen. Hier sind wir dann auf unseren ersten Campingplatz gefahren. Endlich mal wieder warm Duschen und Papa musste auch das Bimobil versorgen. Frischwasser und Strom waren notwendig. Stefan und ich haben in der Zwischenzeit den Campingplatz erkundet und ganz niedliche junge Babykatzen entdeckt.

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Tag 6 - Mittwoch 15.05.2002
Diesen Tag werde ich noch lange in Erinnerung behalten. Beim Bimobil abbauen wollte ich ganz fleißig sein. Leider habe ich zu früh gekurbelt und es wäre beinahe umgefallen. Da gab's dann erstmal richtig Ärger. Nachmittags sind wir dann auf den Vulkan (Ätna) gefahren.
Zuerst mit unserem L200 zur Bergstation. Danach ging es dann mit einem "Jeeplasterbus®" (Worterfindung unseres Sohnes Stefan) bist fast nach ganz oben (2.800 m). Man dort ging vielleicht ein kalter Wind und die Füße wurden ganz heiß. Weiter rauf durfte man in 2003 nicht. Ab 2.800 m begann die "Todeszone" (rumfliegende Steine) und da wollten wir wirklich nicht hin. Es war auch so schon ein mulmiges Gefühl. Der Bergführer (ohne darf man nicht so weit) hat uns dann einige super heiße Stellen gezeigt und an einer sogar eine Zeitung angebrannt. Einfach nur so mit hinhalten. Die verbrannte Liftstation vom letzt jährigen Ausbruch haben wir uns auch angeschaut. War schon ein erstaunliches Bild. Jetzt kann ich mir die Kraft der Natur erst so richtig vorstellen. Da kann kommen was will, es wird einfach platt gemacht.

Auf unserer anschließenden Tour habe ich den Vulkan dann geärgert (nur schnell weg) ich habe Steine geschmissen und ihn angepie... (ich konnte es nicht mehr zurückhalten hihi).

Hier noch ein paar Eindrücke in Bildern, da es mir hier auch besonders gut gefallen hat.

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Tag 7 - Donnerstag 16.05.2002
Und weiter ging es. In der Stadt Siracusa waren wir auf dem Marktplatz. Es gab hier so viel Obst und Gemüse wie an keinem anderen Ort.. und Fische... oh man wirklich das waren viele. Ich durfte dann auch einen an der Schwanzflosse halten. An dieser Stelle möchte ich euch mitteilen, dass der Fischverkäufer wie übrigens alle Sizilianer, super nett und freundlich war. Siracusa war eine interessante Stadt mit vielen Mythen und schönen Plätzen. Mich hat das allerdings nicht besonders interessiert. Meine Eltern wussten dass und beließen es auf ein paar wenige Stellen. So haben wir uns noch eine alte Kirche angeschaut und von weitem den riesigen Spitzturm in dem die weinende Madonna steht. Außerdem haben wir auch unseren ersten Badenachmittag an einem schönen Sandstrand gehabt. Ich war sogar einmal im doch noch recht kaltem Wasser.



 

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Tag 8 - Freitag 17.05.2002
Ein Tag Urlaub auf dem Bauernhof mit Spielplatz, Traktoren, Tieren und 2 Swimmingpools voller Frösche. Papa uns Stefan haben mit italienischen Jungs Fußball gespielt. Und am Abend gab es ein großes Menü im Restaurant. Mit hat hier leider fast nichts geschmeckt. Das ganze nennt sich übrigens Agretoursimo. Hier haben wir den ganzen Tag verbracht um uns auszuruhen. Papa hat auch keine Lust mehr gehabt weiterzufahren und so haben wir hier auch übernachtet.

 

Tag 9 - Samstag 18.05.2002
.. guten Morgen kickerikiii.... In der Nacht ist hier ein Fohlen geboren worden. Es durfte schon draußen rumlaufen obwohl noch die Nabelschnur dran war. Später sind wir dann weitergefahren um tote Steine zu schauen. Eine riesige Villa (man da hätte man wirklich Platz gehabt) mit tollen Mosaikböden... die mussten früher aber Zeit gehabt haben so große Puzzles zu bauen... Ein kleiner süßer Hund hat sich hier wohl eingenistet und scheint sich so richtig wohl zu fühlen.

Am Abend wir auf einen Campingplatz gefahren um uns zu "kultivieren". Papa hat nur leider wieder die warme Dusche verpasst und musste kalt duschen... und das war nicht das letzte mal... Beim Zähneputzen ist mir dann auch noch mein Zahn heraus gefallen. Zum Glück habe ich ihn noch gefunden. Ich habe es auch zuerst gar nicht gemerkt. Jetzt bin ich Fräulein "Zahnluck".


 

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Tag 9 - Sonntag 19.05.2002
Heute gab's schon wieder tote Steine. Anfangs hatte ich ja gar keine Lust dazu und musste mir von meinen Eltern so einiges anhören. Murrend ging ich dann doch mit... und ich bereute es nicht. Hier im nach hinein ein riesiges Dankeschön an meine Eltern. Ich wusste nicht, dass tote Steine so viel Spaß machen. Klettern, entdecken, verstecken, runterspringen und vieles mehr. Der Eindruck war gigantisch. Wie konnten die Menschen von früher das nur alles ohne Bagger und Kran bauen? Schaut doch mal auf dem rechten Bild... und wo sind wir? Wenn Ihr uns gefunden habt, dann könnt ihr euch erst richtig vorstellen wie groß das hier alles ist. Ach übrigens, zur Geschichte kann ich euch nicht viel sagen... nur soviel, sucht in einem Reiseführer nur nach den passenden Bildern und ihr werdet bestimmt fündig. Den so richtig hat mich das nicht interessiert. Zwar habe ich bei einer deutschen Führung mitgelauscht (so etwas nennt man glaube ich Gastzuhörer) was die so alles angestellt haben um das hier wieder kaputtzukriegen, nur weil Sie sich nicht mochten. Irgendwie haben die es aber dann doch nicht so ganz hinbekommen. Zum Glück, den sonst hätten wir ja nichts mehr zum klettern gehabt.

Nach dem toten Steine schauen sind wir an einen bekannten Surf Spot gefahren. Und wie immer ist es da zwar windig aber zum baden denklich ungeeignet. Also beschränkten wir uns aufs zuschauen, Mittagessen und übernachten.

 

 
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Tag 10 - Montag 20.05.2002
Heute gab's wieder Tempel in Selinunte zum Anschauen. Auch wunderschön aber eben wieder nur tote Steine. Eines der schönsten Bilder.. ach nein zwei... will ich euch nicht vorenthalten. Übrigens handelt es sich hier um eine der schönsten und besterhaltensten griechischen Tempelanlagen. Meine Eltern waren schon oft in Griechenland aber das haben sie noch nie gesehen (steht auch im Reiseführer). Wirklich herrlich gelegen mit direktem Blick aufs Meer. Die Griechen wussten halt damals schon wo es am schönsten ist. Hier könnte ich mir auch vorstellen, dass unser kleines Haus gut hinpassen würde. Schöne Gegend... aber es ging auch schon wieder weiter Richtung Norden zu einem WWF Naturpark bei Castellamare gefahren. Hier konnten wir wunderbar am Meer entlang in einem Naturidyll ersten Grades wandern. Nur leider halte ich nicht viel vom Wandern und es wurde ein beschwerlicher Weg. Mein Papa hat dann mit wir um das letzte kühle Fante im Bimobil gewettet. Wer als erster am Auto ist bekommt auch den ersten schluck... jetzt wurde die Sache schon spannender. Papa hatte ja noch den Stefan auf dem Rücken und ich somit eine wirkliche Chance. Und die habe ich dann auch genutzt und dürfte als erster trinken. Die letzten Eindrücke von Sizilien und dem WWF Park in ein paar Bildern, den am nächsten Tag ging es auf die Fähre.

 

 
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Tag 11 - Dienstag 21.05.2002
Auf dem Weg nach Palermo haben wir keine schönes Plätzchen mehr gefunden. Palermo wollten wir uns dann mit zwei kleinen Kindern ersparen und haben uns dazu entschlossen zum Hafen nach Trapani zu fahren um uns über Fähren nach Sardinien zu erkundigen. Und wie es der Zufall so will gerade Heute ging eine der um diese Zeit wenigen Fähren nach Sardinien. Wir überlegten kurz und entschlossen uns dann diese zu nehmen 1. Klasse natürlich man gönnt sich ja sonst nix. Ach ja übrigens Papas erste warme Dusche.

Am Mittwoch sind wir dann im Süden von Sardinien angekommen... über Sardinien gibt es so viel zu berichten, dass ich an dieser Stelle mit meinem Bericht aufhöre und euch auf die speziellen Sardinien Seiten verweise auf denen Ihr zwar keinen Urlaubsbericht als solches vorfinden werdet aber einige schöne Dinge und Plätze über unsere liebstes Urlaubsziel erfahren werdet. Hier schon mal ein bildlicher Vorgeschmack.