Meine kleine Welt

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Das ist sie also, unsere zweite Heimat. Die Geschichte fing irgendwie ganz einfach an und entwickelte sich dann zu einer bis dato noch nie bereuten Handlung. Aber dazu später mehr. Ich möchte mal ganz von vorne beginnen.

Ausschlaggebender Moment war der anstehende Wunsch nach einem zweiten Kind. Wir waren uns sicher, dass Laura nicht weiter ohne Geschwister aufwachsen soll. Bis dahin hatten wir mit Laura bereits mehrfach Urlaub gemacht. Im Zelt, im Club Hotel und in einfacheren Hotelanlagen um dann doch wieder zu merken, dass Camping mit Kindern die einfachste und zudem auch erholsamsten Urlaubstage sind. Unser damaliges Auto (Audi A4 Avant) wurde uns in unserem letzten Urlaub schon ein wenig klein, zumal außer den Surf Sachen ja auch noch Zelt, Kinderbett und was man halt so alles noch mitnehmen möchte, nur mit Benutzung des zweiten Rücksitzes möglich war. Und wohin jetzt mit dem zweiten Kind? Na Gut die Entscheidung war getroffen, ein zweites, praktisches Autor für die Familie musste her. Also warum nicht auch gleich ein Auto, das für den Urlaub besser geeignet ist. Zu dieser Phase der Entscheidung war es glücklicherweise Winter. Da im Winter in München immer die Caravan und Boot (CBR) - jetzt F.RE.E - ihre Pforten öffnet, nahmen wir uns vor, diese Gelegenheit nicht auszulassen um uns mal ein bisschen nach VW Bussen und ähnlichen Gefährten umzuschauen. Was wir dann auch fleißig taten. Zu unserem erstaunen sind diese Art von Gefährten schon damals nicht viel unter der wahnwitzigen Schmerzgrenze von neunzigtausend D-Mark zu bekommen. Und wirklich Platz hatte man da für vier Personen auch nicht. Was wir Heute erst so richtig zu schätzen gelernt haben ist, dass ein VW Bus oder auch ein Wohnmobil als Zweitwagen nicht gerade die Ideale Kombination ist. Wir wollten es auch nicht, dass das ganze Jahr damit herumgefahren wird. Dazu sind diese Dinger einfach zu Groß. Abgesehen davon passen die wenigsten in eine Garage.

Irgendwie halb erleichtert halb enttäuscht schlenderten wir durch den Rest der Hallen. Bis ich in einer kleinen Ecke dann eine Pick Up rum stehen sah, der keine Pritsche mehr montiert hatte und daneben stand ein ziemlich wackeliges, wohnwagenähnliches Teil. Sah irgendwie urkomisch aus aber eben interessant.

Also hin zum Stand, Fragen kostet ja nichts dachten wir. Erstmals schlichen wir um den Pick Up herum. Praktisch sah er ja damals schon aus. Vier Türen, fünf Sitzplätze, Klimaanlage und der sonstige notwendige Schnickschnack wie el. Fensterheber vorne und hinten. Von hinten sah er einfach nur kaputt aus. Die Pritsche war nicht mehr montiert und eine mit Industrieblech gefertigte Plattform glänzte uns an. Was war das nur?

Wer nun genug von Technik und kleinen Tipps hat, kann sich ein paar wenige Bilder von unserer zweiten Heimat ansehen. Und jetzt könnt Ihr euch sicherlich vorstellen, dass die eigentliche Entscheidung nicht schwer gefallen ist. Nach ein paar hin und her, wenn und aber, haben wir dann kurzerhand - nur vierzehn Tage nach der CBR - uns einen Pick Up L200, den Umbau und Aufsatz von Bimobil zugelegt. Bereuen tun wir es heute noch nicht. Gleich der erste Ausflug zu Ostern nach Italien war einer der erholsamsten Kurzurlaube die wir je hatten und das sollte sich auch nicht mehr ändern.

 Diese Seite wurde zuletzt geändert am Donnerstag, April 22, 2010 11:08:12